ISOCYANATE:
Isocyanate sind äußerst reaktionsfähige Chemikalien.Sie werden
in großen Mengen bei der Herstellung von Polyurethanen verwendet.
Verwendung:
Das Anwendungsgebiet der Polyurethane ist breit gefächert (Matratzen, Weichschaumstoffe
u. Weichmacher bei Baumwolle, Dämmstoffe,
Klebstoffe, Versiegelungslacke u.a.).
Wirkung:
Die Toxizität
von Polyurethanen rührt im wesentlichen von nicht umgesetzten Ausgangschemikalien,
den Isocyanaten her.
Diese werden ständig an die Umgebung abgegeben und üben auf die Schleimhäute
(und hier besonders auf jene der Atmungsorgane)
eine Reizwirkung aus. Auch können Uberempfindlichkeitsreaktionen (Husten,
Atemnot, Asthmaanfälle) und Kopfschmerzen ausgelöst werden.
Toxikologische Bewertung:
Isocyanate stellen
hochreaktive Chemikalien dar, die mit Haut und Schleimhäuten chemisch reagieren.
Sie sind noch giftiger als Formaldehyd. Das als Ersatzstoff in Spanplatten verwendete
Diphenylmethandiisocyanat bildet Diaminodiphenylmethan,
das unter akutem Krebsverdacht steht. Polyurethane werden im Brandfall zu tödlichen
Fallen.
Es entstehen giftige Gase, u.a. Cyanwasserstoff, also Blausäure (Adler
/Mackwitz: OKO-Tricks und BIO-Schwindel; S 274).
Isocyanate zählen zu den besonders gefährlichen Stoffen. Auch kleine
Konzentrationen von Dämpfen oder Stäuben" in der Raumluft können
ernste Gesundheitsschäden verursachen: Sie reizen die Schleimhäute
von Nase, Rachen und Lunge, führen zu Atemnot und Brustschmerzen.
Bei längerer Einwirkung von Isocyanaten kann es zu Hustenanfällen
und Bronchitis kommen.
Isocyanate verursachen allergische Reaktionen, z. B. das Isocyanat-Asthma, eine
allergische Lungenerkrankung
(Katalyse Umweltgruppe: Das ökologische Heimwerkerbuch; Rohwohlt, S.152).
"Derartige Stäube können bereits durch Abrieb und "normale"
Benutzung solcher Werkstoffe entstehen.